Zwischen Öffentlichkeit und 
Verantwortung

Worum es mir geht
Als Autorin, Referentin und Kommunikationsfachfrau schreibe, spreche und arbeite ich seit vielen Jahren zu verschiednen Aspekten sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend – aus fachlicher Perspektive, mit persönlicher Erfahrung und gesellschaftlichem Blick. 

Mich interessiert, wie Verantwortung übernommen – oder verschoben – wird und wie Öffentlichkeit, Institutionen, Organisationen und Beziehungen handeln, wenn Gewalt sichtbar wird. Mich beschäftigt, warum diese Räume oft Gemeinschaft und somit Schutz versprechen und Menschen nach (sexualisierter) Gewalt dennoch oftmals (unbeabsichtigt) allein lassen. 

Öffentlichkeit wirkt
Meine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Kommunikation, individueller Erfahrung, struktureller Verantwortung und gesellschaftlichem Wandel. Entwicklungen im Kinderschutz und gesellschaftliche Veränderungen wurden oft erst möglich, weil (einzelne) Fachkräfte  und Betroffene (öffentlich) gesprochen, Medien hingeschaut und Institutionen Verantwortung übernommen haben.

Öffentlichkeit ist für mich daher Teil der Lösung, auch wenn sie kein neutraler Raum ist und Schutz nicht automatisch mitliefert. Sie vermittelt Wissen, schafft Aufmerksamkeit und macht Themen gesellschaftlich sichtbar. Sie entscheidet mit darüber, welche Themen überhaupt wahrgenommen werden, welche Fragen gestellt werden, welche Perspektiven vorkommen (dürfen). Ob sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen als „Einzelfall“ gelesen wird oder als strukturelle Realität, die politische, rechtliche und institutionelle Konsequenzen nach sich ziehen kann.

Öffentlichkeit ermöglicht gesellschaftliche Veränderungen und institutionelle Anpassungen, indem sie Blickwinkel verschiebt, neue Begriffe, Maßstäbe und Standards prägt und mit der Zeit auch Ressourcen und rechtliche Schritte begünstigen kann. So haben ab 2010 das Bekanntwerden und die öffentliche Aufarbeitung zahlreicher Vorfälle von sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen in Kirchen und Schulen sowie die Berichterstattung über Missbrauchskomplexe wie Lügde, Bergisch Gladbach und Münster das Thema stärker in den Fokus gerückt und wichtige gesellschaftliche und politische Veränderungen angestoßen.

Was daraus folgt: Traumainformierte Öffentlichkeitsarbeit
Weil Öffentlichkeit so wirkmächtig ist, stellt sich mir die Frage, wie sie von Institutionen, Vereinen und Organisationen so gestaltet werden kann, dass sie nicht nur Aufmerksamkeit erzeugt, sondern auch Orientierung schafft, ohne Schutzlücken zu vergrößern, Verantwortung zu verschieben oder zusätzliche Belastungen zu erzeugen. 

Für Betroffene, die an die Öffentlichkeit gehen möchten oder bereits öffentlich sind, geht es zugleich darum, Klarheit über Spielräume und Grenzen von Öffentlichkeit zu gewinnen und auf dieser Basis informierte, reflektierte Entscheidungen zu treffen.

Ein Schwerpunkt meiner Arbeit liegt daher auf der bewussten Gestaltung und Machbarkeit von traumainformierter Öffentlichkeitsarbeit. Traumainformierte Öffentlichkeitsarbeit bezeichnet eine öffentliche Kommunikation, die Macht, Risiko, Selbstbestimmung und strukturelle Verantwortung mitdenkt. Dafür habe ich ein eigenes Konzept erarbeitet, das traumainformierte Prinzipien für Öffentlichkeitsarbeit praxistauglich übersetzt. Ich arbeite dazu in Workshops, Vorträgen und Texten – für Organisationen und ebenso für Betroffene. 

Nahaufnahme eines Mikrofons vor einem verschwommenen Hintergrund mit Stühlen.

Mein Werdegang in Kürze 

Berufliche Stationen (Auswahl): 

  • Seit 2008 (auch nebenberuflich): Freie Autorin, (Presse-)Referentin, Redakteurin; Auftraggeber unter anderem die Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM), das Land Hessen, der Deutsche Kinderschutzbund Rheinland-Pfalz, die Hochschule Mannheim, das Childhood-Haus Frankfurt, medica mondiale e. V. Köln.
  • 2024–2025: Geschäftsführerin von PAN e. V. – Pflege- und Adoptivfamilien NRW.
  • 2022–2023: Mediaberaterin im Mabuse-Verlag, Frankfurt.
  • 2013–2015: Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei medica mondiale e. V.
  • 2006–2007: Pressereferentin bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) sowie zuvor freie Tätigkeiten als Pressereferentin und Texterin.
  • Mehrjährige Tätigkeit als examinierte Gesundheitsfachfrau (ehem. Krankenschwester) in der stationären und ambulanten Pflege, zuletzt als stellvertretende Pflegedienstleitung.

Ausbildung und Weiterbildungen (Auswahl):

  • Weiterbildungen unter anderem zur systemischen Beraterin (Schwerpunkt Familienberatung), in Marketing und Öffentlichkeitsarbeit sowie Wissenschaftsredaktion, im Projektmanagement für gemeinnützige Förderungen, zu „Campaigning for Change“, Gewaltfreier Kommunikation und zur Moderation von Veranstaltungen.

Buch-Publikationen:

  • Missbrauchtes Vertrauen. Wie sich sexualisierte Gewalt in der Kindheit auf Angehörige auswirkt, Mabuse-Verlag 2023.
  • Für immer traumatisiert? Leben nach sexuellem Missbrauch in der Kindheit, Mabuse-Verlag, 3. Auflage 2024.

Weitere Beispiele meiner Arbeit sowie Referenzen habe ich unter „Einblicke & Referenzen“ zusammengestellt.

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